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Sonnenschein, nun sonnig

Kinder und Tiere gelten ja bei Fotografen als schwierig zu beherrschende Motive. Auf der anderen Seite ist es auch genau diese Unberechenbarkeit und Spontanität die mir nochmal ein ganzes Stück Spaß dazu gibt. Und nun hat das wieder einmal fantastisch geklappt. Sonnenschein war mit Ihrem Baby und dem dazu gehörenden Papa bei mir im Studio. Alle waren bestens gelaunt und damit war der Grundstein eines guten Shootings ja schon mal gelegt. Wir wollten viel verschiedenes machen, hatten bestimmte Pläne und… es lief nicht so viel nach Plan. Trotzdem, oder gerade desshalb (?) sind dabei wunderbare Baby, Mama-Kind und Familienbilder entstanden.

Vielleicht nun hier einfach ein paar Erfahrungen oder Tips an alle, die das auch mal ausprobieren möchten:

  • Das Licht ist so eine Sache. Da Babybilder ja offenblendig extrem schön wirken können, kann der erste Ansatz sein mit verfügbaren Licht auszukommen. Da ich aber einen bestimmten Look in meinem Studio haben wollte habe ich mich dagegen entschieden. Nun wäre Dauerlicht und ein wenig höhere ISO-Werte vielleicht die zweite Wahl um das Baby nicht „flashen“ zu müssen. Auf der anderen Seite ist Dauerlicht eben dauernd da und für das Baby ja damit auch nicht so angenehm. Daher habe ich mich für einen schwach eingestellten Studioblitz entschieden und benutze das Einstelllicht als einzige Lichtquelle zwischen den Blitzen. Zumindes mit diesem Baby ging das sehr gut und die Kleine hatte sogar eine Menge Spaß mit dem Einstelllicht. Da dies schwach eingestellt war stellte es auch kein Problem dar, dass das Baby da auch mal länger rein schaute. Und ich konnte genau den Look realisieren, der mir vorschwebte. Später draußen haben wir natürlich mit vorhandenem Licht gearbeitet.
  • Ich mag es ja ziemlich offenblendig. Dann muss allerdings das Autofokus-System der Kamera schneller sein als das Baby 😉 Und sitzt der Fokus nicht perfekt, dann hat das nun mal deutlichere Auswirkungen als bei weiter geschlossener Blende. Außerdem wird es eine Gradwanderung, wenn die Augen sehr unterschiedlich weit vom Objektiv entfernt sind. Trotzdem, bei fast allen Bildern kam bei mir Blende 2.8 am Vollformat zum Einsatz, zum Teil sogar 1.8.
  • Ach, wie mir ein Makro-Objektiv fehlt. So gerne wäre ich bei den kleinen Füßchen nächer heran gegangen. Erst im Nachhinein fiel mir ein, dass ich mit meinem 70-300 zumindest etwas „näher“ ran gekommen wäre. Dann halt bei Blende 5.6, also auch nicht das gelbe vom Ei. Und hey, wie man das mit den kleinen Füßchen gut hinbekommt würde mich interessieren. Bei dem Model, das mir zur Verfügung stand haben die Füße sich heftig bewegt 😉
  • Draußen wollte ich so schöne Gegenlicht-Aufnahmen machen, die ein wenig überstrahlen. Aber da hatte ich die Rechnung nun ganz ohne das Baby gemacht. Das hat sich leider draußen immer von der Kamera weggedreht und meine Erfahrung in Modelführung hat kein Stückchen weiter geholfen 😉
  • Die Zeitplanung. Babys sind ja eigentlich nicht sonderlich geduldig, daher dachte ich zwei Stunden sind schon reichlich und das Ende des Studioshootings wird sich quasi automatisch einstellen. Das ging mal ganz daneben, denn die kleine Sonnenschein hat mit bester Laune alles mit gemacht und die Zeit verflog wie im Flug. Daher hatte ich für draußen nur noch ganz wenig Zeit und saß leider wegen meine falschen Zeitplanung zu sehr auf Kohlen, als dass das noch richtig gut funktioniert hat. Ich hoffe daher sehr, dass ich nochmal die Chance bekomme die Kleine draußen mit mehr Zeit zu fotografieren.

So und zum Schluss eine Frage: Wir haben vor die kleine Sonnenschein einmal im Jahr zu fotografieren und daraus eine Serie zu machen, die erst dann endet wenn eine(r) der Beteiligten keine Lust mehr dazu hat. Die Serie sollte aus einer einzigen Pose bestehen, die von Baby bis Teenager oder sogar bis ins Erwachsenen-Alter funktionieren kann. Wer uns dazu einen Tip geben kann, gerne über die Kommentare.

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